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Honigglas – das müssen Imker wissen

Jeder Imker wird seine Ernte in ein Honigglas abfüllen, um diesen anschließend entweder selbst zu verzehren oder zu verkaufen. Doch nicht jedes Neutralglas ist gleichermaßen geeignet, denn es gibt viele verschiedene Vorschriften zu beachten. Diese drehen sich jedoch vielmehr um die Etiketten, die darauf angebracht werden.

Welche Angaben müssen auf ein Honigglas?

Damit der Bienenhonig ohne Probleme in den Handel gebracht werden kann, sind einige Angaben auf den Etiketten gesetzlich vorgeschrieben, andere dürfen dagegen nicht verwendet werden. Laut EU-Lebensmittel-Kennzeichnungsverordnung sind folgende Mindestpunkte anzugeben:

1. Verkehrsbezeichnung
2. Ursprungsland
3. Name und Anschrift des Imkers
4. Füllmenge
5. Mindesthaltbarkeitsdatum
6. Loskennzeichnung
7. Hinweis zur Aufbewahrung

Als Verkehrsbezeichnung reicht zwar grundsätzlich „Honig“ aus, besser ist jedoch eine klare Sortenangabe, wie Blüten- oder Waldhonig. Ebenfalls muss das Ursprungsland angegeben werden, die Angabe „Deutscher Honig“ ist hier ausreichend. Es darf auf dem Einheitsglas zwar auch ein Vermerk zur Region oder Stadt erfolgen, aus der der Bienenhonig kommt, aber die Landesangabe darf dieser Vermerk nicht ersetzen.

Ebenfalls müssen Name und Anschrift des Imkers vermerkt sein. Die bloße Angabe einer E-Mail-Adresse oder Website reichen dagegen nicht aus. Für die Angabe zur Füllmenge wird das Nettogewicht herangezogen. Dafür sollten Imker im Imkereibedarf eine geeichte Waage kaufen. Auch die Mindestgröße der Schrift ist dabei vorgegeben. So muss das kleine „x“ etwa mindestens 1,2 Millimeter groß sein. Ausnahmen gelten für das Honigglas mit weniger als 80 Quadratzentimeter Oberfläche, hier reicht eine Größe von 0,9 Millimeter aus. Betroffen davon sind vor allem die kleinen Probiergläser und nur die, welche um die 30 Gramm enthalten.

Das Mindesthaltbarkeitsdatum (MHD) muss ebenfalls angegeben werden. Eine tagesgenaue Angabe ist nicht notwendig, es reicht auch die Angabe „Ende Januar 2022“. Zwar kann der Imker das MHD selbst bestimmen, er muss aber garantieren, dass der Bienenhonig auch so lange genießbar ist. Daher hat sich ein MHD von etwa zwei Jahren ab Abfüllung bewährt.

Eine Loskennzeichnung, wie die Chargennummer, soll die Rückverfolgbarkeit gewährleisten. Sie ist nicht notwendig, wenn ein taggenaues MHD angegeben wird. Nicht zuletzt bedarf es eines Hinweises zur richtigen Aufbewahrung. Dieser kann zum Beispiel lauten „Trocken und vor Wärme geschützt lagern“.

Diese Angaben dürfen nicht aufs Etikett

Es gibt allerdings auch Angaben, die auf den Etiketten nichts verloren haben. Dazu gehören „echt“ oder „naturbelassen“. Beide Beschreibungen sind generell verboten. Begründet wird dies damit, dass laut Honigverordnung ohnehin nichts beigemischt werden darf.

Unzulässig ist auch der Zusatz „kalt geschleudert“, da dieser dem Verbraucher suggeriert, es gäbe Imker, die ihren Bienenhonig warm schleudern. Das ist aber aufgrund der dann instabil werdenden Waben nicht möglich.

Bienenhonig und Kleinkinder – was gilt bei den Etiketten?

Grundsätzlich ist Bienenhonig für Babys unter einem Jahr bedenklich. Daher wird davon abgeraten, diesen Babys und Kleinkindern zu geben. Dennoch gibt es keine rechtliche Vorgabe, die verlangt, dass ein solcher Zusatz auf dem Etikett stehen muss. Trotz allem gibt es viele Wiederverkäufer, die diesen Hinweis fordern, um sich selbst rechtlich abzusichern.

Welche Deckel und Verschlüsse sind für das Honigglas empfehlenswert?

Für jedes Honigglas benötigt man auch einen Deckel z.B. als Schraubverschluss. Dabei werden die Größen der Deckel bei Neutralgläsern in „twist off“, kurz TO, angegeben. Das heißt, dass ein Deckel für das 1.000 Gramm Honigglas ein anderer sein muss als für das 500 Gramm Honigglas.

Neben dem klassischen TO-Deckel kann auch ein Plastikdeckel genutzt werden. Kunststoffdeckel sind zusätzlich noch mit einem Deckeleinleger versehen. Dadurch soll verhindert werden, dass der Plastik-Geschmack auf den Bienenhonig übergeht. Gleichzeitig können auf dem Einleger solcher Verschlüsse für das Honigglas viele Informationen für den Verbraucher hinterlegt werden.

Das richtige Glas für den Bienenhonig wählen

Um das richtige Honigglas zu wählen, muss man abschätzen, wie viel die eigenen Bienen ungefähr produzieren. Davon hängt es ab, wie viele Gläser in welchen Durchmessern man für die vollständige Ernte benötigt. Wer sehr viel Bienenhonig produziert, kann große Gläser mit einer Füllmenge bis zu einem Kilogramm wählen. Gängiger sind Gläser, die in der Höhe etwas niedriger ausfallen und nur ungefähr ein Gewicht von 500 Gramm aufnehmen. Diese sind zudem leichter zu verkaufen, da ein ganzes Kilogramm für viele Verbraucher einfach zu viel ist.

Bei einem guten Anbieter für Imkereibedarf werden verschiedene Artikel im Bereich Honigglas angeboten, die den unterschiedlichsten Ansprüchen gerecht werden. Auch sehr kleine Gläser, die etwa zum Probieren ausgegeben werden können, sind erhältlich.

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